Welche Vor- und Nachteile haben Elektroroller im Vergleich zu Zweitaktern?

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  • Vergleich: Elektroroller vs. Zweitakter
    Du planst Dir einen Elektroroller zu kaufen - aber den E-Roller gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien. Außerdem bist Du Dir nicht sicher, wie viel Geld Du für ein gutes Gefährt ausgeben solltest? Im Gegensatz dazu gibt es auch noch den guten alten Benzin Roller, der vermeintlich ein wenig günstiger ist. Das täuscht, denn meistens sind die Benzin Roller nur in der Anschaffung günstiger. Gerade beim Verbrauch sowie im Unterhalt bezahlst Du wesentlich mehr. Ein Elektroroller produziert im Gegensatz zur benzinbetriebenen Ausführung keine Abgase und vor allem keinen Lärm. Außerdem sparst Du bei einem Elektroroller auch an den Wartungsarbeiten, die Du bei Kauf eines Benzin Rollers unbedingt berücksichtigen solltest. Weiterhin verbraucht ein Benzin Roller bei 100 Kilometern knapp fünf Euro Benzinkosten. Ganz im Gegensatz zu einem Elektro-Roller. Dieser verbraucht ungefähr 80 Cent bis 1,60 Euro auf etwa 100 Kilometer.

    Vorteil(e) von E-Motorrollern
    Der Markt für Elektroroller wächst mit jeder weiteren und neuen Entwicklung. Mittlerweile gibt es neben Tretrollern mit Elektroantrieb auch den ganz regulären Scooter als Elektrik-Version. Diese kommen im Vergleich mit Benzin-Motorrollern auf die gleiche Geschwindigkeit, benötigen dafür statt Benzin lediglich eine Steckdose bzw. Strom aus einem Akku. Der Vorteil hierbei ist der günstigere Preis des Stroms. Der Stromanschluss und mobile Akkus befinden sich direkt am Roller. Je nach Modell variiert dabei der Ladevorgang. Ein weiterer Vorteil des Elektromotors ist die Energie, die durch den Bremsvorgang durch Rekuperation wiedergewonnen wird. Der Akku kann damit durch ein umsichtiges Fahren zusätzlich unterstützt werden, sodass die Motor-Reichweite mit bis zu zehn Prozent erweitert wird. E-Roller sind in der Anschaffung aktuell im Schnitt noch teurer als benzinbetriebene Motorroller. Dabei gibt es gute Modelle bereits ab 1.200 Euro. Im Gegensatz dazu kannst Du Benziner bereits für unter 1.000 Euro erwerben (Baumarktroller). Dafür sind E-Roller im Unterhalt deutlich günstiger. Denn je nach aktuellem Strompreis kosten Dich 100 Kilometer mit einem E-Motorroller knapp einen Euro. Das bedeutet umgerechnet etwa fünfmal weniger, als mit der benzinbetriebenen Variante. Solltest Du Solarzellen nutzen, kann der Stromverbrauch durch Sonnenenergie unter Umständen gedeckt werden. Vor allem entfallen auch Wartungs- und Reparaturkosten, was vor allem daran liegt, dass nur noch Reifen und Bremsen dem Verschleiß ausgesetzt sind - die Wartungsintervalle bei E-Scootern sind wesentlich größer als bei klassischen Rollern. Außerdem ist der Elektromotor im Vergleich zu dem Benzinmotor deutlich weniger anfällig, was Reparaturen angeht.

    Nachteil von E-Motorrollern
    Vor allem in der Anschaffung sind Elektroroller deutlich teurer als ähnliche benzinbetriebene Modelle. Außerdem ist die Reichweite von Elektro-Rollern wesentlich geringer. Denn während Du gängige Benzin-Scooter erst nach 200 bis 300 Kilometer auftanken musst, benötigt der gute E-Roller schon nach etwa 100 Kilometer neue Energie. Hinzukommt, dass das Aufladen zudem mehrere Stunden in Anspruch nimmt - und nicht an jeder Ecke möglich ist. Eine weitere Sache ist im Straßenverkehr bisher immer noch sehr ungewohnt, denn der Elektroantrieb macht kaum bis gar keinen Lärm. Ein leises Brummen oder Surren kann von anderen Passanten sehr leicht überhört werden. Von daher ist im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern, wie zum Beispiel Fußgängern, zunächst höchste Vorsicht geboten. Das gilt auch für das kräftige und unmittelbare Anzugsverhalten des Elektromotors. Dieses solltest Du beim Anfahren in keiner Weise unterschätzen. Trotzdem ist der E-Scooter in anderen Bereichen der Erde schon gang und Gäbe. Spätestens wenn das Reichweitenproblem gelöst und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur vorhanden ist, wird es spannend.

    Klassisches Tuning kaum möglich
    Aus der Funktionsweise von E-Scootern ergibt sich, dass das bei 2-Taktern klassischo Scootertuning nur noch wesentlich eingeschränkter möglich ist. Die Tuningszene wird also tendenziell weiter sinken - auch wenn sich sicherlich Methoden (z.B. Chiptuning) für das Tunen von E-Scootern finden werden.

    Fazit
    Auf Grund der allgemeinen Umweltbelastung wird sich der E-Roller, wie auch das Hybridauto und schließlich das Elektroauto, in den nächsten Jahren immer weiter durchsetzen. Allerdings bedarf es noch an mehr technischen Verbesserungen, die ein längeres Fahren ohne ständiges Nachladen des Stroms bei längeren Strecken ermöglichen. Das betrifft auch Ladestationen in der Stadt oder unterwegs. Sind diese nicht vorhanden, ist es dringend von Nöten, einen Ersatz-Akku mit sich zu führen. Auch der Preis spielt in der Zukunft eine wichtige Rolle. Hier wird der E-Roller zu einer wirklichen Alternative gegenüber dem benzinbetriebenen Roller, wenn sich beide Varianten im Anschaffungspreis nichts mehr nehmen. Dennoch bleibt der Umweltschutz bei E-Roller ein absolut wichtiges Argument, sich in Zukunft für einen Elektroroller zu entscheiden. Derzeit sind Elektroroller auf deutschen Straßen - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern - noch exotische Erscheinungen.

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